Weihnachtsgeld steuerfrei?

21.12.2011

In vielen Firmen wird immer noch traditionell ein Weihnachtsgeld gezahlt. Bei Ihnen auch? Bei denjenigen, die nicht mehr in den Genuß eines solchen Bonus kommen, ist der Ärger meist groß. Aber auch bei denen, die das Weihnachtsgeld noch erhalten, wird die Freude schnell getrübt: Ein Großteil der Summe geht in Form von Steuern auch gleich wieder verloren. Doch es geht auch anders.

Das dachte sich auch Piergiorgio Angeli von der Firma Luxottica in Italien. Dort werden unter anderem Brillen für so bekannte Marken wie Ray Ban hergestellt. Und Herr Angeli wollte den Mitarbeitern gerne etwas zukommen lassen, von dem ihnen nicht gleich wieder das meiste genommen wird. Also hat er beschlossen, der Belegschaft das Weihnachtsgeld in Lebensmitteln auszuzahlen.

Jeder Mitarbeiter erhielt fünf Liter Olivenöl, fünf Kilo Nudeln, zwei Kilo Parmesan, acht Dosen Thunfisch, zwei Gläser Marmelade, ein Glas Honig und ein Glas Nuß-Nougat-Creme. Laut Firma einen Gegenwert von 110 Euro – von dem das Finanzamt nichts abbekommt. Ausser, ein Beamter kommt zum Essen vorbei.

Nun klingt 110 Euro nicht nach schrecklich viel Geld. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und die gleichen Artikel im Supermarkt nebenan zusammengesucht: Dort kostet mich dieses Weihnachtspaket exakt 108,17 Euro – der Preis kommt also hin. In Lire umgerechnet wäre es eindrucksvoller gewesen, das hätte satte 216.340 Lira ergeben. Aber auf eine ähnlich beeindruckende Zahl kommt man auch anders: Dieses Fresspaket hat nämlich in etwa 205.906 kcal.

In diesem Sinne: Frohe Festtage!

Weihnachtsgeld al dente
Weihnachtsgeld al dente
Foto: Roger Karlsson

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