Auf das Foto kommt es an

Wir haben es geahnt, doch jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Personaler sind auch nur Menschen. So könnte man eine Studie zusammenfassen, die an der französischen Sorbonne zum Thema Bewerbungsfotos durchgeführt wurde. Aber der Reihe nach:

Bewerbungsfoto

Was die Bewerber glauben

In das Bewerbungsfoto stecken die Menschen unterschiedlich viel Arbeit. Aus meiner Erfahrung gibt es nur drei Lager:

Die Perfektionisten

Für diese Bewerber ist es selbstverständlich, dass zum Bewerbungsprozess auch der Gang zum Fotografen gehört. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen: Kurz vorher darf der Friseur des Vertrauens noch mal das Haupthaar ordnen. Mindestens zwei alternative Outfits kommen mit ins Studio, und die Zahnseide kommt heute sogar tagsüber dran. Nicht, dass nachher auf dem Foto ein Stückchen Petersilie zu sehen ist, wo es auf keinen Fall zu sehen sein sollte.

Gefühlte Wichtigkeit des Fotos: maximal hoch

Die Preisfüchse

Auch diese Bewerber wissen, dass das Foto wichtig ist. Doch es gibt ja durchaus preisgünstigere Möglichkeiten, an ein Foto zu kommen. Da gibt es zum einen die Automaten, die einen beim Fotografieren zumindest nicht Volltexten. Oder vielleicht gibt es einen guten Freund, der eine teure Spiegelreflexkamera hat und im Austausch für ein Abendessen neue Porträtbilder anfertigt.

Gefühlte Wichtigkeit des Fotos: wichtig, aber nicht entscheidend

Die Recycler

Hier wird nicht aus ökologischen, sondern aus ökonomischen Gründen recycelt. Wozu tolle Fotos machen? Die Festplatte ist doch voll mit alten Aufnahmen! Mit etwas Glück finden sich dabei sogar Fotos, die einigermaßen seriös aussehen und noch nicht allzu alt sind. Häufiger jedoch ist im Hintergrund der Gartentisch mit den Grillutensilien zu sehen, oder Hemd und Frisur erinnern auffallend an vergangene Jahrzehnte.

Gefühlte Wichtigkeit des Fotos: Formsache

Was ein Foto wirklich ausmacht

In der Studie wurden 400 Bewerbungen von Frauen für kaufmännische Berufe verschickt. Die Qualifikationen waren identisch, und auch optisch sahen sich die Bewerberinnen zum Verwechseln ähnlich. Lediglich die Kleidung hat sich bei den einzelnen Bewerbungen voneinander unterschieden.

Und selbst diese nur in einem Detail: in der Größe des Ausschnitts. Ansonsten trugen die Frauen ein einheitliches Schwarz, damit die Entscheidung nicht durch eine Vorliebe für eine bestimmte Farbe beeinflusst werden sollte.

Welche Auswirkung hat der Ausschnitt nun auf die Erfolgsquote? Eine gewaltige!

Dr. Ketechian  bezeichnete das Ergebnis der Studie als „schockierend, aber nicht überraschend".  Denn Frauen, die auf Ihrem Foto ein weit ausgeschnittenes Oberteil trugen,  wurden im Schnitt 19 mal häufiger eingeladen als Frauen, die hoch geschlossen daher kamen.

Sparen Sie sich also den teuren Friseurbesuch, machen Sie sich auch keine schlaflosen Nächte wegen des Outfits. Der wahre Schlüssel zur erfolgreichen Bewerbung liegt in der nackten Haut. (Ich hoffe, Sie konnten meine Ironie in diesen Zeilen erkennen.)

Ob derselbe Effekt auch für männliche Bewerber gilt, wurde in der Studie übrigens nicht untersucht.

Checkliste Bewerbung Download

Nächste Schritte

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