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8 Jahre Bewerbungen - was ist anders, was ist gleich?

Zeit ist relativ - das hat Albert Einstein gesagt. Mittlerweile weiß ich, dass er recht hatte. Denn heute vor acht Jahren, am 01. April 2010, habe ich KLÄRCHEN coaching + beratung gegründet. Acht Jahre - das ist eine relativ lange Zeit, denn es hat sich vieles verändert. Doch gleichzeitig sind acht Jahre auch relativ kurz, denn es kommt mir noch wie "neulich" vor, als ich meine Selbstständigkeit begonnen habe.

Ich nehme mein kleines Jubiläum als Anlass für einen kleinen Rückblick - aber keinen persönlichen rührseligen, keine Sorge. Vielmehr habe ich mich gefragt: Was hat sich bei Bewerbungen in dieser Zeit verändert? Und was ist gleichgeblieben?

8 Jahre Bewerbungen

Ich kann mich noch sehr genau an meinen ersten Kunden erinnern. Für ihn hatte ich 2010 Anschreiben und Lebenslauf erstellt. Genau diese beiden Dokumente habe ich mir herausgesucht und mir kritisch angesehen: Was würde ich heute anders machen? Was müsste ich sogar anders machen?

Vieles galt schon damals

Das Anschreiben war schon 2010 kurz. Vom Umfang her sieht es genauso aus wie die Dokumente, die ich auch heute noch erstelle: Vier Absätze, die jeweils ein Thema präzise auf den Punkt bringen. Diese Technik hat sich über die Jahre so bewährt, dass ich bis heute daran festhalte.

Auf Floskeln habe ich ebenso von Anfang an verzichtet: "hiermit bewerbe ich mich" oder "mit großem Interesse habe ich Ihre interessante Ausschreibung gelesen" habe ich selber noch nie geschrieben - außer als abschreckendes Beispiel.

Auch die Devise "Angriff ist die beste Verteidigung" habe ich in meinem allerersten Anschreiben schon genutzt. Denn auch bei diesem Kunden gab es einen vermeintlichen "Makel", den er lieber verdeckt und kaschiert hätte. Doch ich habe ihm dazu geraten, das Thema schon aktiv im Anschreiben anzusprechen - das wirkt souverän und schafft einige Vorteile.

Bewerbungen haben sich verändert

Die wohl deutlichste Änderung: 2010 galt es noch als absolut verboten, ein Anschreiben mit "Sehr geehrte Damen und Herren" zu beginnen. Auch ich habe das meinen Kunden immer wieder so gesagt. Doch mittlerweile sieht das anders aus: Viele Firmen sind ganz davon abgegangen, einen persönlichen Ansprechpartner zu nennen. Und in diesem Fall ist die allgemeine Anrede heute vollkommen in Ordnung.

Ebenso war damals die Papierbewerbung noch nicht so ausgestorben wie heute. In meinem Schreibtisch hatte ich immer einen Vorrat an Bewerbungsmappen, die ich meinen Kunden zusammen mit den neuen Unterlagen überreicht habe. Und das in allen Farben, die sich das Bewerberherz nur wünschen konnte: rot, blau und grau.

Heute ist die Online-Bewerbung so alltäglich geworden, dass ich schon seit Jahren keine Mappe mehr gekauft oder gesehen habe. Wer also heute aus der Masse herausstechen möchte, kann mit einer Papierbewerbung die nostalgischen Gefühle mancher Personaler ansprechen.

Was ich heute besser mache

Was mir beim Lesen sofort aufgefallen ist: Ich verzichte heute noch viel konsequenter auf überflüssigen Inhalt im Anschreiben. In meinem ersten Text finden sich noch eine Menge Informationen, die streng genommen im Lebenslauf genauso oder sogar besser zu finden sind. Heute ist mir klar: Platz im Anschreiben ist kostbar, und ich wiederhole dort so wenig wie möglich von dem, was im Lebenslauf enthalten ist.

Auch in der Beschreibung der Stärken habe ich seit 2010 viel dazugelernt. Mir war damals schon klar, dass eine Aufzählung von Adjektiven nicht funktioniert, denn schließlich bin ich nicht nur schlau, sondern auch teamorientiert, kreativ, motiviert, flexibel, zielstrebig, anpassungsfähig, innovativ, sorgfältig, geduldig und wohlriechend.

Schon im ersten Anschreiben habe ich mich stattdessen auf eine einzige Stärke beschränkt. Das war schon gut, aber es geht noch besser. Heute weiß ich, dass es wichtig ist, diese Stärke nicht nur zu behaupten, sondern auch zu beweisen. Das habe ich damals zwar schon in Ansätzen gemacht, aber heute gelingt mir das wesentlich überzeugender. Doch es wäre ja auch traurig, wenn ich in acht Jahren nichts dazugelernt hätte, oder?

Mein Fazit

Acht Jahre Selbstständigkeit - schon das erfüllt mich mit großer Freude. Doch ebenso schön ist es zu sehen, dass mein Weg schon damals zu der Art passte, wie ich heute noch arbeite: die Inhalte und die Strategie, diese aufzubereiten, sind geblieben oder noch besser geworden. Nur die Formalitäten in der Bewerbung haben sich verändert: Anrede, Email statt Mappe und insgesamt eher praktisch als schön.

Ich bin gespannt, was die nächsten Jahre bringen werden - finden wir es heraus!

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