Deckblatt - ja oder nein?

Die Tatsache, dass Sie gerade auf diesem Blogartikel gelandet sind, spricht schon mal für Sie: Sie machen sich Gedanken, ob Sie für Ihre Bewerbung ein Deckblatt nutzen sollten oder lieber nicht. Und diese Frage stellen sich leider nicht viele. Die meisten entscheiden eher nach Gefühl: Das war schon immer so, das muss also heute auch noch sein. Aber noch besser als ahnen ist – wissen!

Ob Sie mit oder ohne Deckblatt besser fahren, das verrate ich Ihnen in diesem Artikel.

Zwei Möglichkeiten

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Foto und Adresse im Lebenslauf unterzubringen: Entweder als separates Deckblatt oder ganz oben im Lebenslauf. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Bewerbung mit Deckblatt

Bewerbung mit Deckblatt

Schicken wir die beiden Versionen mal ins Rennen gegeneinander und schauen uns die jeweiligen Vor- und Nachteile an.

Bewerbung mit Deckblatt

Bewerbung mit Deckblatt

Hier haben Sie den größten Freiraum, was Layout und Design angeht. Eine ganze Seite bietet eben auch eine ganze Menge Platz. Der reicht neben dem Foto sogar für die Adresse, Telefonnummer und E-Mail - oder vielleicht sogar für ein Kurzprofil.

Der Nachteil: Ihre Bewerbung ist jetzt eine Seite länger geworden.

Bewerbung ohne Deckblatt

Bewerbung mit Deckblatt

Bei dieser Variante sparen Sie natürlich die zusätzliche Seite ein. Außerdem sieht die Firma unter Ihrem Foto gleich einen Teil Ihres Werdegangs. Das kann sehr hilfreich sein, um sich später besser an Sie zu erinnern: „Welche war nochmal die Bewerberin, die bei der Werbeagantur gearbeitet hat? Hatte die nicht eine rote Bluse an?“

Der Nachteil liegt im Platz: Das Foto ist wesentlich kleiner, und Ihnen bleiben viel weniger Möglichkeiten zur Gestaltung.

Ein klarer Sieger?

Auf den ersten Blick sieht alles so aus, als ob ein Deckblatt eindeutig die besseren Möglichkeiten bietet. Schließlich möchten Sie doch auffallen und sich positiv von der Masse abheben.

Die Variante ohne Deckblatt wirkt dagegen wenig attraktiv: Das Foto ist klein und auf die obere rechte Ecke festgenagelt. Ihre Unterlage unterscheidet sich optisch nicht so sehr von anderen und von auffallen kann keine Rede sein.

Und der „Preis“ für dieses hübsche Design ist gerade mal eine zusätzliche Seite! Das kann doch nicht so wild sein – oder?

Ganz im Gegenteil!

Genau an dieser Stelle machen die meisten Bewerber einen Fehler. Denn sie fragen sich, ob ein Deckblatt gut für *Sie* ist – und nicht, ob ein Deckblatt gut für die Firma ist. Doch das sollte immer im Vordergrund stehen!

Früher, als Bewerbungen noch als Mappen verschickt wurden, da hat eine Bewerbung richtig Arbeit gemacht: Gutes Papier, Mappen und große Umschläge kaufen und für jede Bewerbung Porto zahlen. Das ist heute ganz anders, Onlinebewerbungen kosten kein Geld und sind schnell verschickt. Das bedeutet für die Firmen: Wo man früher 100 Bewerbungen für eine Stelle bekommen hat, sind es heute 400 oder mehr.

Als Personaler muss man heute also viel mehr Bewerbungsunterlagen lesen als früher. Und das bedeutet: Für jede einzelne Unterlage bleibt nur wenig Zeit. Und je weniger Zeit Sie haben, desto mehr freuen Sie sich darüber, wenn andere Leute Ihnen möglichst wenig Arbeit machen. Jede zusätzliche Seite ist zusätzliche Arbeit für den Personaler!

Die Masse macht's

Das klingt jetzt gerade etwas kleinkariert, aber auch hier muss man sich immer wieder die Sicht der Firma vor Augen rufen: Natürlich ist eine einzelne zusätzliche Seite nicht schlimm. Aber wenn 400 Menschen eine zusätzliche Seite einfügen, dann sind das eben 400 Seiten, die sich jemand angucken muss.

Daher geht beim Lebenslauf der Blick des geübten Personalers immer auf die Seitenzahl: Je größer diese Zahl ist, desto geringer ist die Bereitschaft, Ihre Unterlage überhaupt zu lesen. Das dürfen Sie nie wieder vergessen:

Je kürzer Ihre Unterlagen, desto größer sind Ihre Chancen!

Damit ist das, was wir vorhin als "kleinen Nachteil“ gesehen haben, in Wahrheit ein ganz wichtiges Gegenargument: Ohne Deckblatt enthält Ihr Lebenslauf immer noch alle wichtigen Informationen – ist aber eine ganze Seite kürzer. Und das ist gut für die Firma und damit gut für Sie!

Zusammenfassung

Mit dem Abschied von der Bewerbungsmappe auf Papier gilt immer stärker: Praktisch geht vor schön. Ihr Lebenslauf soll keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, sondern die Firma schnell und effizient informieren. Und wirklich noch nie hat ein Personaler langen Lebenslauf durchgeblättert und gesagt: „Boah, das war echt viel, aber das war so hübsch!“

Denken Sie immer daran, dass Sie es auf der anderen Seite mit Menschen zu tun haben, die ihren Job unter Zeitdruck erledigen müssen. Machen Sie es der Firma so einfach wie möglich, Sie gut zu finden. Ersparen Sie ihr so viel Arbeit wie möglich.

Verzichten Sie auf ein Deckblatt.

Nächste Schritte

Als Bewerber kennt man immer nur die eigenen Situation. Viele Kunden sind überrascht wenn ich Ihnen sage, dass sie im Vergleich zu anderen schon sehr vieles richtig machen.

Mit acht kurzen Fragen kann ich Ihre Situation schnell einschätzen und Ihnen sagen, wo Sie aktuell stehen. Nach der Beantwortung schicke ich Ihnen eine Email mit meiner Einschätzung und konkreten Tipps, wie Sie vorankommen!
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