Superschurken in der Bewerbung

Jeder Superheld hat seine Erzgegner: Superman kämpft gegen den wahnsinnigen Lex Luthor, Spiderman gegen den bösen Wissenschaftler Norman Osborn. Und auch Batman, der düstere Held im Fledermauskostüm, hat einen üblen Widersacher: Bane. Ein Vollblut-Verbrecher, den man an der charakteristischen Maske vor dem Mund erkennt. Und genau um diese Maske geht es heute. Doch eins nach dem andern.

Anonyme Bewerbung

Superschurke Bane - (cc) Chris Favero (Original)

Denn unsere ungewöhnliche Geschichte führt uns zuerst ins echte Leben, und zwar nach Harvard. Dort arbeitet Daniel Shoag als Professor für Öffentliche Ordnung. Im Rahmen seiner Arbeit hat er sich vor allem damit beschäftigt, wie Firmen bei der Auswahl von Bewerbern vorgehen. Bis zu diesem Satz haben Sie sich vermutlich schon gefragt, ob Sie im richtigen Blog gelandet sind - doch ja, es geht tatsächlich um Bewerbungen.

Firmen suchen Gründe, Nein zu sagen

Als Firma steht man vor der Aufgabe, sich schnell durch eine große Menge von Bewerbungen hindurch zu arbeiten. Natürlich kann nicht jede Unterlage komplett und aufmerksam von vorne nach hinten durchgelesen werden. Im Grunde suchen die Firmen möglichst schnell nach einem Grund, der gegen einen Bewerber sprechen könnte. Zu alt? Zu jung? Zu wenig Erfahrung? Dann ist der Kandidat schon aus dem Rennen!

So verringert sich der Bewerberpool immer weiter, bis nur noch eine überschaubare Menge übrig bleibt, die man dann auch genauer ansehen kann. Also ein durchaus vernünftiges und zielführendes Vorgehen. Wenn die Gründe für ein „Nein“ immer objektiv wären – doch genau das sind sie nicht.

Jeder Personaler wird bei seinen Entscheidungen auch durch seine persönlichen Vorlieben beeinflusst. So spielen Alter, Geschlecht oder Herkunft plötzlich eine Rolle, wo doch eigentlich nur die Qualifikation zählen sollte. Daher kommt auch die Idee der anonymen Bewerbung: Hier werden nur noch die Daten in der Bewerbung mitgeschickt, die auch wirklich mit der Qualifikation zu tun haben. Alles andere bleibt der Firma verborgen.

Dazu gehören der Geburtstag, das Foto und auch der Vorname – denn aus dem lässt sich meistens auf das Geschlecht des Bewerbers schließen. Nun ist diese Idee nicht neu und wird bereits mehr oder weniger umgesetzt. In den USA mehr, in Deutschland weniger. Doch ein Haken bleibt: Spätestens beim Vorstellungsgespräch lässt sich das Geschlecht des Bewerbers nicht mehr verbergen. Und da kommt unser Superschurke ins Spiel.

Ein Schurke rettet die anonyme Bewerbung

Aline Lerner hat lange selber als Personalerin gearbeitet. Dabei erkannte sie dieselben Probleme, die auch Professor Shoag aufgefallen waren: Die anonyme Bewerbung hat ihre Grenzen im persönlichen Kontakt. Und genau das wollte sie ändern.

Die zündende Idee kam ihr, als sie den jüngsten Batman Film im Kino sah und den Superschurken sprechen hörte. Denn die furchteinflößende Maske, die er im Film trägt, verleiht Bane eine ungewöhnliche, fast maschinenartige Stimme. Der Schauspieler hatte wahrscheinlich eine ganz andere Stimme – doch die würde Aline Lerner als Zuschauerin nie kennenlernen. Das war genau das, wonach sie gesucht hatte!

Sie entwickelte ein kleines Gerät, das eine beliebige Stimme aufnehmen und in Echtzeit in eine immer gleich klingende, andere Stimme umwandeln kann. Ganz egal, ob Mann oder Frau, jung oder alt: Die Stimme, die am Ende aus dem Gerät kommt, klingt immer gleich. Ganz genau wie bei Bane.

Bewerber, die bei ihr in die engere Auswahl kommen, bekommen vor dem ersten Telefon Interview eines dieser Geräte zugeschickt. So bleibt die Anonymität sogar im Gespräch. Der personaler wird bei seiner Auswahl nicht davon beeinflusst, ob er lieber einen Mann oder eine Frau einstellen würde. Denn das erfährt er erst nach seiner Entscheidung.

Nur ein erster Schritt

Ob sich ihre Idee durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Die ersten Prototypen konnte sie jedenfalls schon verfeinern. So klang die Stimme zuerst noch so emotionslos und furchteinflößend wie ein Serienkiller. Das hat sie inzwischen entschärft. Auch hat sie inzwischen eine zweite Option eingebaut: Die Firma kann nun entscheiden, ob alle Bewerber wie ein Mann klingen sollen, oder wie eine Frau. Das lässt sich am Gerät vorher einstellen.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie als Bewerber einen Stimmverzerrer nach Hause geschickt bekommen? Gute Idee oder gruselige Idee? Genau diese Fragen werden über den Erfolg dieser kleinen Bane-Maske entscheiden.

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Nächste Schritte

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