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Meine 5 Lieblings-Tipps für Vorstellungsgespräche am Telefon

Ein Vorstellungsgespräch findet heute nicht mehr unbedingt persönlich statt. Immer häufiger laden Firmen ihre Bewerber erstmal zu einem telefonischen Gespräch ein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Reisekosten entfallen, und auch die Terminabsprache wird einfacher. Denn für ein richtiges Vorstellungsgespräch braucht man in der Regel einen halben Tag frei. Ein telefonisches Gespräch kann man leichter Mal dazwischenschieben.

Viele Bewerber empfinden diese telefonischen Gespräche als unangenehm. Denn hier fehlt etwas ganz Wichtiges: das sofortige Feedback. Im Gespräch merken Sie gleich, wie Ihr gegenüber auf Ihre Antwort reagiert. Nickt er? Schüttelt er den Kopf? Lächelt er vielleicht sogar? All diese Informationen sind für Sie am Telefon unsichtbar.

Telefonische Vorstellungsgespräche

Trotzdem habe ich gute Nachrichten für Sie: Telefonische Vorstellungsgespräche sind sogar einfacher! Damit auch Sie in Zukunft ohne Stress ans Telefon gehen und sich bestmöglich präsentieren können, habe ich meine fünf Lieblingstipps für Sie zusammengestellt.

Ort und Zeit

Natürlich können Sie so ein Gespräch theoretisch auch mal zwischendurch führen. Ganz Mutige machen das sogar in der Firma. Sie mieten einen Besprechungsraum, verstecken sich im Lager oder schließen ihre Bürotür. Doch davon kann ich nur abraten.

Sorgen Sie dafür, dass Sie ohne Stress in das Gespräch starten können. Dazu gehört, dass Sie mindestens die letzten 30 Minuten vor dem Gespräch schon als Puffer einplanen. Das gibt Ihnen ausreichend Zeit, den Kopf frei zu bekommen und sich gedanklich ganz auf die Firma und Ihren Gesprächspartner einzustellen.

Nach Möglichkeit sollten Sie einen Ort wählen, an dem Sie ungestört sind und an dem Sie sich wohlfühlen. Das ist einer der Vorteile der telefonischen Gespräche: Kein Mensch kann sehen, ob Sie im Wohnzimmer, Schlafzimmer oder in der Küche sind - nehmen Sie den Ort, der Ihnen die meiste Sicherheit bietet. Nutzen Sie den Heimvorteil.

Notizen

Notizen dürfen Sie sowieso in jedem Vorstellungsgespräch benutzen (Link zu anderem Artikel). Doch während Sie in einem persönlichen Gespräch mit einigen wenigen Stichpunkten auf einem Blatt auskommen sollten, sind die Grenzen hier nach oben offen. Schreiben Sie groß, benutzen Sie Farben, machen Sie es sich übersichtlich und leicht.

Nur eines sollten Sie auch hier vermeiden: Formulieren Sie niemals ganze Sätze vor. Nichts ist schlimmer als zu merken, dass der andere gerade abliest. Schreiben Sie immer nur Stichpunkte auf, je weniger, desto besser.

In der Praxis werden Sie sowieso merken: Sie werden ihre Stichworte fast nicht brauchen. Doch schon die Tatsache, dass die Stichpunkte vor Ihnen liegen, senkt den Stresspegel und erleichtert Ihnen das Gespräch. Selbst, wenn Sie die Notizen im Gespräch dann links liegen lassen.

Kleidung

Ja, Sie haben richtig gelesen: Auch auf die Kleidung kommt es an. Sie ahnen gar nicht, was man am Telefon alles hören kann. Fühlt der andere sich wohl? Strahlt er Ruhe und Sicherheit aus? Oder wirkt er unsicher und gehetzt? Und genau dazu trägt auch die Auswahl Ihrer Kleidung bei.

Sie müssen sich nicht so schick machen wie für ein persönliches Gespräch. Doch Sie sollten unbedingt etwas anziehen, in dem Sie sich "business"-mäßig fühlen. Ich kann Ihre Jogginghose und das Lieblings-T-Shirt mit dem Loch über das Telefon zwar nicht sehen - aber ich kann es hören.

Geschäftsmäßige Kleidung führt automatisch auch zu einem professionellen und kompetenteren Tonfall.

Haltung

Das gilt genauso für Ihre Körperhaltung, denn auch die kann man am Telefon hören. Ich habe selber mal mit jemandem geschäftlich telefoniert, der während des Gesprächs in der Badewanne lag. Das hatte ich von Anfang an geahnt, denn der Ton halte doch sehr auffällig. Als ihm dann aber etwas aus der Hand fiel und man es platschen hörte - da war es mit der Seriosität vorbei. In einem Vorstellungsgespräch wäre das das Aus.

Doch soweit muss es gar nicht gehen: Auch, wenn Sie auf dem Sofa liegen oder im Schneidersitz auf Ihrem Lieblingsstuhl hocken - das hat einen Einfluss auf ihre Wirkung. Hilfreich ist es, wenn Sie sich gerade an einen Tisch setzen und auch während des Gesprächs auf eine gute Haltung achten. Und noch besser werden Sie wirken, wenn Sie das Gespräch im Stehen führen.

Mimik

Nachdem Sie nun wissen, dass man Kleidung und Haltung am Telefon "hören" kann wird es Sie nicht mehr wundern, dass der Gesprächspartner auch Ihre Mimik mitbekommt. Darüber denken wir am Telefon in der Regel nicht nach.

Stellen Sie sich also vor, Sie sind voll konzentriert, scannen vielleicht noch mit einem Auge Ihre Notizen - wie werden Sie dabei wohl aussehen? Im besten Falle konzentriert, im schlimmsten Fall verkniffen oder genervt. Und auch das schlägt sich in Ihrer Stimme nieder.

Zum Glück gibt es hier einen ganz einfachen Trick, der Ihnen gleich auf doppelte Art hilft: Drucken Sie sich ein Foto aus und legen Sie es direkt vor sich hin. Auf diesem Foto sollte ein Mensch zu sehen sein, den Sie kennen und mögen. Und dieser Mensch sollte Sie am besten anlächeln. Oder eine Grimasse schneiden.

Wann immer im Gespräch Ihr Blick dann runter zu den Unterlagen oder Notizen geht, werden Sie automatisch auch in die Augen auf dem Foto schauen. Sie werden ganz unbewusst anfangen, zurück zu lächeln. Und dieses Lächeln ist das Beste, was Ihnen passieren kann. Das hört man in der Stimme - und Ihr Gesprächspartner wird spüren, dass Sie sich wohlfühlen und Sie als guten Gesprächspartner in Erinnerung behalten.

Fazit

Mit diesen fünf Tipps im Gepäck werden Sie das nächste telefonische Vorstellungsgespräch erstklassig meistern. Und spätestens die zweite Runde wird dann persönlich stattfinden - darauf dürfen Sie sich jetzt schon freuen.

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