Vorstellungsgespräche über Skype

Vier Tipps, wie Sie auch im Video-Interview überzeugen

Vorstellungsgespräche finden aktuell nur noch über Skype, Zoom oder ähnliche Programme statt. Das gab es zwar vor Covid19 auch schon, aber nicht in diesem Umfang. Statt persönlichem Kennenlernen heißt es jetzt also Platz nehmen vor dem heimischen Laptop oder Tablet.

Das macht das Leben für Bewerber nicht einfacher. Die meisten Kunden erzählen mir, dass sie sich vor der Kamera unwohl fühlen. Diese zusätzliche Verunsicherung hilft natürlich nicht dabei, im Gespräch den besten Eindruck zu hinterlassen.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Bewerber technische Fehler machen, durch die Ihre Wirkung nochmal leidet. Einfach nur aus einem Mangel an Erfahrung.

Ich habe die vier wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch per Videokonferenz zusammengestellt. Wenn Sie diese Punkte beachten, dann werden Sie automatisch einen viel besseren Eindruck hinterlassen als die meisten anderen Bewerber. Und besser fühlen werden sie sich damit auch noch.

#1 Auf die Augenhöhe kommt es an

Vorstellungsgespräch per Skype - typische Fehler

So wie auf diesem Foto sieht es in den meisten Fällen aus: Der Rechner steht aufgeklappt auf dem Tisch und die Gesprächspartner schauen einen erwartungsvoll an. Soweit, so schlecht! Denn achten Sie mal darauf, aus welcher Perspektive die Kamera ihr Gesicht filmt: von unten!

Umgekehrt bedeutet das, dass Sie auf Ihre Gesprächspartner herabgucken - und das wirkt immer unsympathisch. Stellen Sie sich vor, sie würden sich im persönlichen Vorstellungsgespräch auf einen 2 Meter hohen Stuhl setzen und auf die anderen Leute am Tisch heruntersehen. Auf die Idee würde kein Mensch kommen!

Aber genau das machen wir bei Videokonferenzen fast automatisch.

Vorstellungsgespräch per Skype - typische Fehler

Zum Glück lässt sich dieses Problem ganz einfach lösen: Sorgen Sie dafür, dass ihr Rechner höher steht. Stellen Sie einen Karton, einen Stapel Bücher oder was auch immer Sie gerade finden unter Ihr Notebook, bis die kleine Kamera etwas über der Höhe Ihrer eigenen Augen ist.

Jetzt fühlt es sich für Ihre Gesprächspartner wieder normal an. Und ganz im Vertrauen: Besser aussehen lässt Sie dieser kleine Trick auch noch. Es hat schon seinen Grund, warum Fotografen sich für ein Porträtfoto nicht vor Ihnen hinknien, sondern sie ebenfalls aus Augenhöhe (oder leicht darüber) ablichten.

In meinem Fall mussten zwei Kartons herhalten:

Videogespräch - die richtige Höhe
Das sieht natürlich etwas abenteuerlich aus, aber keine Sorge: Die Firma kann das nicht sehen. Und Sie wirken dadurch natürlicher und sympathischer.

#2 Blickkontakt halten -  trotz Webcam

Wenn Sie im Alltag mit einem Menschen reden, dann schauen Sie ihm dabei immer wieder direkt in die Augen. Das sorgt für Kontakt und schafft Vertrauen. Wenn jemand uns nicht in die Augen sieht, unterstellen wir oft Schlimmes. Bei einem Gespräch über Skype passiert allerdings genau das: Wir gucken unseren Gesprächspartner nie direkt an.

Ganz intuitiv gucken wir dem Bild auf dem Monitor in die Augen. Nur sieht uns unser Gegenüber nicht durch diese Augen, sondern durch die kleine Kamera am oberen Rand des Rechners.

Damit die Anderen also das Gefühl haben, dass wir Blickkontakt mit ihnen halten, müssen wir uns dazu zwingen, nicht das Bild auf dem Monitor, sondern die Kamera anzusehen.

Da liegt die Schwierigkeit: Die Kamera ist klein und unscheinbar, sie ist nur noch ein kleines Loch in einem schwarzen Stück Kunststoff. Wie können Sie sich also dazu bringen, in diese Kamera zu gucken?

Ich behelfe mir da immer mit kleinen Aufklebern, zum Beispiel gelben Post-It-Notes. Die kleben Sie links und rechts von der Kamera an als deutliche Markierung: „Hallo, hier bin ich, schau mich an!“

Vorstellungsgespräch per Skype | Auf Augenhöhe

Im Gespräch werden Ihnen diese kleinen gelben Punkte dann immer wieder auffallen und Sie ganz subtil daran erinnern, Ihrem Gesprächspartner mal wieder in die Augen zu schauen.

#3 Lächeln nicht vergessen

Die Technik haben wir also im Griff. Jetzt gilt es, trotz dieser ungewohnten Situation freundlich und entspannt zu wirken. Und da habe ich eine ganz fantastische Nachricht für Sie: Das geht sogar besser als in einem normalen Vorstellungsgespräch!

Haben Sie sich schon mal gewünscht, einen Freund oder eine Freundin ins Gespräch mitnehmen zu können? Quasi als moralische Unterstützung? Das geht natürlich nicht, obwohl es manchmal echt hilfreich wäre. Bei einem Vorstellungsgespräch per Video können Sie das machen – und dazu muss noch nicht mal eine andere Person anwesend sein.

Ich kenne dieses Problem sehr gut aus eigener Erfahrung: Wenn ich Webinare gebe, stehe ich in einem komplett leeren Raum, in dem mir nur ein Scheinwerfer ins Gesicht leuchtet. Da vergisst man schnell, dass gerade eine ganze Gruppe fremder Menschen auf jede Regung in meinem Gesicht achtet. Und damit ich nicht vergesse zu lächeln, klebe ich mir ein freundliches Foto neben die Kamera!

Lächeln im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie es wie auf diesem Bild machen, dann schlagen Sie sogar zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn zum Einen wird Ihnen das Foto immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Und zum Anderen haben Sie einen zusätzlichen Anreiz geschaffen, in Richtung Kamera zu sehen.

#4 Aus dem Nachteil einen Vorteil machen

Als letzten Tipp möchte ich Sie in Ihre Schulzeit zurückversetzen: Hand aufs Herz, haben Sie damals geschummelt? Ich muss zugeben, dass ich teilweise sehr kreative Verstecke für meine Spickzettel entwickelt habe. Und ich habe dabei gleichzeitig etwas Wichtiges fürs Leben gelernt:

Wenn man weiß, dass man die Informationen irgendwo auf einem Zettel hat, dann braucht man den Zettel oft gar nicht mehr. Schon die Tatsache zu wissen, dass man im Notfall noch mal auf den Zettel gucken könnte, nimmt einem so viel Anspannung, dass man sich viel leichter an die Information erinnern kann.

Deswegen nutzen Sie die Tatsache, dass die Firma bei einem Videogespräch nur einen sehr eingeschränkten Blickwinkel hat: Kein Mensch kann sehen, was vor ihnen liegt – und warum sollte das nicht ein Zettel mit vorbereiteten Notizen sein?

Notizen nutzen

Und keine Sorge, wenn Sie zum Lesen des Zettels zwischendurch mal nach unten gucken – denken Sie an Punkt 2 aus dieser Liste: Das machen andere Bewerber die ganze Zeit! Ein kurzer Blick auf ihre Notizen wird also überhaupt nicht auffallen.

Und wenn Sie ganz sichergehen möchten, dass auf ihrem Zettel auch genau die Informationen stehen, die Sie für das Gespräch brauchen, dann empfehle ich Ihnen mein eBook „Vorstellungsgespräche – authentisch überzeugen“. Da erfahren Sie u.a., was Sie vor dem Gespräch auf jeden Fall vorbereiten sollten und wie Sie am besten mit kniffligen Fragen umgehen.

Technisch sind Sie aber schon jetzt den meisten Bewerbern weit voraus!

Nächste Schritte

Mit sechs kurzen Fragen kann ich Ihre Situation schnell einschätzen und Ihnen Tipps geben, wie Sie (noch besser) vorankommen!
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