Was schreibe ich in die E-Mail meiner Bewerbung?

Früher war alles besser!  Da war nicht nur mehr Lametta am Baum und Trump noch nicht Präsident,  da waren Bewerbungen auch noch aus Papier. Keine Sorge, ich verfalle jetzt nicht in eine nostalgisch-verklärte Beschimpfung der Onlinebewerbung – doch auch in der Bewerbung hat die Digitalisierung zu einem Problem geführt, dass es vorher nicht gab: einem zusätzlichen Dokument.

Die Email in der Bewerbung

Ihre Bewerbungsunterlagen bestehen in der Regel aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen.  Über diese Dokumente machen Sie sich auch eine ganze Menge Gedanken. Da wird jeder Satz, jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Gestrichen, gekürzt und umformuliert.  So lange, bis sie den perfekten Text gefunden haben (oder Sie keine Lust mehr haben).

Doch dann geht es ans verschicken, und plötzlich wird ihnen klar: ich muss ja irgendwas in diese blöde Mail schreiben? Die kann ja nicht einfach leer bleiben. Doch die guten Ideen sind alle aufgebraucht. Was schreiben Sie nun also in diesem Teil Ihrer Bewerbung?

Variante 1: Das Anschreiben wiederholen

Sie sind schlau und denken sich: warum das Rad neu erfinden? Schließlich haben Sie doch schon einen Text formuliert, der alles Wichtige über sie erzählt: das Anschreiben. Also kopieren Sie den Text aus Word heraus und recyclen ihn so für die E-Mail.

Pro:  Doppelt hält bekanntlich besser. Selbst ein Mensch mit einer sehr geringen Aufmerksamkeitsspanne wird mitbekommen, was Sie im Anschreiben zu sagen haben.

Contra: Der erste Eindruck wird schlechter.  Mit Ihren Unterlagen haben Sie sich (hoffentlich) große Mühe gegeben: Farben, Schriften, Layout – alles passt harmonisch zusammen.  Ihr schöner Text wird jetzt aber in Outlook gelesen. In einem kleinen E-Mail Fenster. Ohne Formatierung, ohne Layout.  Und wenn ich den Inhalt schon kenne, warum sollte ich ihn dann in der „schönen“ Version noch mal lesen?

Variante 2: Etwas ganz anderes

Sie sind noch schlauer und denken sich: Warum sollte ich den Personaler mit Wiederholungen langweilen? Also schreiben Sie einen kurzen Text, in dem Sie noch auf ein bis zwei Aspekte eingehen, die in Ihren Unterlagen so bisher gar nicht vorkamen.

Pro:  Eine gute Methode für Vielschreiber, denn das Anschreiben soll ja bekanntlich niemals länger als eine Seite werden. Wer über diesen Umfang hinaus noch ein Mitteilungsbedürfnis verspürt, findet in der E-Mail einen willigen Überlauf.

Contra: die Gefahr ist sehr hoch, dass die Inhalte aus der E-Mail verloren gehen. Der erste Empfänger wird es vielleicht noch lesen. Doch werden die Unterlagen intern ausgedruckt und weitergeleitet, ist die E-Mail in der Regel verschwunden. Und damit auch die Zusatzinformationen, die Sie doch eigentlich auf diese geschickte Art an den Mann oder die Frau bringen wollten.

Variante 3: Nur das Allernötigste

Sie sind am schlausten und denken sich: Ist die E-Mail eigentlich wirklich ein Teil meiner Bewerbung?  Und schon nach kurzem Grübeln kommen Sie zu der Erkenntnis: Nein, das ist sie nicht!  Sie ist es genauso wenig wie bei der Papierbewerbung damals der Umschlag.  Sie ist sogar sehr gut damit vergleichbar: Beides dient nur dazu, die Bewerbung von Ihnen zur Firma zu transportieren. Und auf einem Briefumschlag würden Sie doch niemals Ihr Anschreiben oder irgendeinen anderen Text notieren. Da kam nur die Adresse und der Absender drauf - und fertig.

Pro:  Sie müssen sich nie wieder Gedanken darüber machen, was Sie in Ihrer E-Mail schreiben. Ein einfaches "anbei finden Sie meine Bewerbungsunterlagen"  reicht vollkommen aus.

Contra: Ein Gegenargument ist mir bis heute nicht eingefallen.  Falls Sie eines haben, schicken Sie es mir einfach - per E-Mail.

 

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